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06.07.2011 | Dagmar ROTH-BEHRENDT:
Dagmar ROTH-BEHRENDT:
"Nur häppchenweise informiert"
"Die beschlossene Lebensmittelkennzeichnung bedeutet leider nur
teilweise ein Fortschritt für die Verbraucherinnen und Verbraucher
in der EU", kommentierte die SPD-Europaabgeordnete und Expertin für
Gesundheits- und Verbraucherschutz Dagmar ROTH-BEHRENDT die Abstimmung
des Europäischen Parlaments am Mittwoch über den Kompromissvorschlag
zur Richtlinie über Lebensmittelinformationen.
Lebensmittelhersteller werden zwar zukünftig verpflichtet, Informationen
zu Energiewert, Fett, gesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten
mit besonderem Hinweis auf Zucker und Salz sowie Eiweiß auf der
Produktrückseite anzugeben.
Abgelehnt wurde aber die Forderung der Sozialdemokraten nach einer verpflichtenden
Angabe des Kalorienwertes auf der Produktvorderseite. "Die Verbraucherinnen
und Verbraucher werden nun nicht schnell und auf den ersten Blick erkennen
können, wie viele Kalorien im Produkt enthalten sind", kritisierte
Dagmar ROTH-BEHRENDT.
Enttäuscht zeigte sich Dagmar ROTH-BEHRENDT auch über die Ablehnung
seitens der Mitgliedstaaten, die Nährwerte verpflichtend in realistischen
und leicht nachvollziehbaren Portionsgrößen anzugeben. "Leider
werden die Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig weiter die
Rosinen und Haferflocken erst zählen müssen, um zu wissen, wie
viel Zucker und Kalorien in ihrer Schale Müsli enthalten sind",
bedauerte Dagmar ROTH-BEHRENDT.
Besonders verärgert äußerte sich Dagmar ROTH-BEHRENDT
über das enttäuschende Einigungsergebnis zur verpflichtenden
Herkunftsangabe. Trotz der eindeutigen Entscheidung des Parlaments in
seiner Ersten Lesung im Sommer vergangenen Jahres und der erneuten Bestätigung
durch den Umweltausschuss in Zweiter Lesung im April hat der Ministerrat
eine aussagekräftige Ursprungslandkennzeichnung verhindert. Das Europäische
Parlament hatte gefordert, dass das Herkunftsland von Fleisch, Geflügel
und Milch sowie für Obst und Gemüse immer angegeben werden muss.
Außerdem sollte auch die Herkunft von Fleisch und Geflügel
in verarbeiteten Produkten angegeben werden. "Dass der Ministerrat
den Verbraucherinnen und Verbrauchern diese wesentlichen Informationen
vorenthalten will, ist nicht hinnehmbar", erklärte Dagmar ROTH-BEHRENDT.
"Die Ignoranz des Ministerrats ist ein erneuter Beweis, dass die
Mitgliedstaaten noch immer nicht dem Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher
nach klaren Informationen über die Herkunft ihrer Lebensmittel nachkommen",
kritisierte Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend.
Für weitere Informationen: Büro Dagmar Roth-Behrendt: + 33
3881 77453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM)
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