Pressemitteilung
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07.07.2010 | Dagmar ROTH-BEHRENDT:

Ministerrat: geklontes Fossil?
EP setzt sich erneut für mehr Verbraucherschutz ein

Das Europäische Parlament hat heute, Mittwoch, 07.07.2010 in zweiter Lesung über den Vorschlag der Kommission zu Neuartigen Lebensmitteln abgestimmt.
"Das Ergebnis ist ein klares Signal an den Ministerrat", betont die Berliner SPD-Europaabgeordnete und Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Die Abgeordneten haben heute das Votum des Umweltausschusses bekräftigt und sich erneut gegen Klonfleisch ausgesprochen", unterstrich ROTH-BEHRENDT.

Erst kürzlich waren die Verhandlungen zwischen EP und dem Ministerrat aufgrund der entgegengesetzten Positionen bei Klonfleisch gescheitert.
"Es gibt keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz dafür, mehr Fleisch durch das Klonen von Tieren herzustellen", bestätigt ROTH-BEHRENDT. "Das Klonen ist überflüssig und außerdem ethisch nicht vertretbar. Deswegen haben die Abgeordneten heute zurecht an einem Verbot von Klonfleisch festgehalten", freut sich Dagmar ROTH-BEHRENDT.

Die Abgeordneten beschlossen außerdem konkrete Zulassungsbedingungen von Nanomaterialen in Lebensmitteln. "Nanomaterialen dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen ist", unterstrich Dagmar ROTH-BEHRENDT. Außerdem wurde eine Kennzeichnungspflicht für Nanomaterialien verabschiedet.

Ein weiterer Kernpunkt der Diskussionen war auch der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Der Antrag über eine eindeutige Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Organismen gefüttert wurden, wurde leider abgelehnt. "Dieses Ergebnis ist ein Skandal!", kommentierte Dagmar ROTH-BEHRENDT.
"Seit mehr als 15 Jahren verfolge ich die Gesetzgebung zu gentechnisch veränderten Organismen", so Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Na klar muss die Forderung weiter bestehen, GVO klar zu kennzeichnen", betonte ROTH-BEHRENDT. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Wahl haben, Produkte von Tieren ablehnen zu können, die mit GVO gefüttert wurden", erklärte Dagmar ROTH-BEHRENDT.

"Wie immer ist der Ministerrat bei der Sicherheit von Lebensmitteln rückwärtsgewandt und fossilhaft", kritisierte Dagmar ROTH-BEHRENDT das ablehnende Verhalten der Mitgliedstaaten. "Im Vermittlungsverfahren muss der Ministerrat nun endlich aus seiner Starre erwachen", forderte Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend.

Für weitere Informationen: Büro Dagmar Roth-Behrendt: + 33 3 881 77453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM).