Pressemitteilung
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26.01.2010 | Dagmar ROTH-BEHRENDT:

Keine Schlupflöcher für gefälschte Arzneimittel!

Bei der Aussprache des Umweltausschusses am Dienstag zu Arzneimittelfälschungen betonte die Berliner SPD-Europaabgeordnete und Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz Dagmar ROTH-BEHRENDT, dass die Patientensicherheit das oberste Ziel sein muss. "Die Zahl der Medikamentenfälschungen hat in den letzten Jahren bedrohlich zugenommen. Es ist daher dringend notwendig, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um gefälschte Medikamente und Inhaltsstoffe zu bekämpfen", mahnte Dagmar ROTH-BEHRENDT.

Um Patientensicherheit zu garantieren, muss die Rückverfolgbarkeit der verschreibungspflichtigen Medikamente durch Sicherheitssiegel oder Barcodes vom Hersteller bis zum Patienten sichergestellt werden. Eine Ausnahme für z.B. Generika, lehnte Dagmar ROTH-BEHRENDT ab. "Es macht keinen Sinn, Arzneimittel von Generika-Herstellern von diesen Sicherheitsverpflichtungen auszunehmen", kritisiert Dagmar ROTH-BEHRENDT. Wenn ein gefälschtes Arzneimittel wegen Unwirksamkeit oder gefährlichen Inhaltsstoffen die Gesundheit der Patientinnen und Patienten bedroht, dann tut es das, egal ob es ein Originalpräparat oder ein Generikum ist. "Zu glauben, dass Generika wegen des etwas niedrigeren Preises weniger gefälscht würden, ist naiv und nicht durch die Realität belegt", argumentiert Dagmar ROTH-BEHRENDT.

Befürchtungen der Parallelhändler, die ihre Geschäftsmöglichkeiten eingeschränkt sehen, weist Dagmar ROTH-BEHRENDT scharf zurück. "Der Aufwand für die Parallelhändler ist derzeit minimal. Wenn in Zukunft von ihnen erwartet wird, Originalverpackungen nicht mehr zu öffnen, umzuverpacken oder mit gleichen Sicherheitssiegeln zu versehen, ist das nicht zu viel verlangt. Da müssen sie eben ihre Kreativität einsetzen."

Rigoros wehrte sich Dagmar ROTH-BEHRENDT gegen die Praxis einiger Parallelhändler, die Tablettenträger von Medikamenten beim Umverpacken der Produkte zu zerschneiden oder zu teilen. "Es ist eine Zumutung für die Patientinnen und Patienten, wenn sie in ihrer Arzneimittelpackung einzelne oder zerschnittene Tablettenträger vorfinden. Diese Praxis schadet dem Vertrauen der Patientinnen und Patienten in die Sicherheit dieser Arzneimittel und gehört daher abgeschafft", fordert Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend.

Für weitere Informationen: Büro Dagmar ROTH-BEHRENDT: + 32 228 45453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM)