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EP/ Grenzüberschreitende Patientenrechte Straßburg, 19.01.2011
Dagmar ROTH-BEHRENDT:
"Patienten in der EU - endlich grenzenlos mobil"
Das Europäische Parlament hat am Mittwoch in Straßburg das
Verhandlungsergebnis zur Richtlinie über Patientenrechte bei grenzüberschreitender
Gesundheitsversorgung angenommen.
"Endlich wird im europäischen Binnenmarkt auch für Kranke
der Weg frei, mobil zu sein und geplante medizinische Behandlungen auch
in einem anderen Mitgliedstaat durchführen zu lassen", kommentierte
die Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz der SPD-Abgeordneten
im Europäischen Parlament Dagmar ROTH-BEHRENDT das Abstimmungsergebnis.
Das Parlament bestätigte mit seinem Votum die Einigung, die es zuvor
in den Verhandlungen mit dem Rat erreicht hatte. "Das Abstimmungsergebnis
garantiert eine Balance zwischen dem Recht der Patienten, die bestmögliche
Behandlung in der EU zu bekommen, und dem Schutz der nationalen Gesundheitssysteme",
betonte Dagmar ROTH-BEHRENDT.
Um das Funktionieren und die Finanzierbarkeit ihrer Gesundheitssysteme
gewähr-leisten zu können, dürfen die Mitgliedstaaten für
Krankenhaus- oder Spezialbehand-lungen zukünftig Vorabgenehmigungen
verlangen. "Hier hätte ich mir noch mehr Freiraum für die
Patientinnen und Patienten gewünscht und gehofft, dass eine Kosten-erstattung
auch ohne vorherige Genehmigung möglich ist", erklärte
Dagmar ROTH-BEHRENDT und bedauerte: "Das ging allerdings den meisten
Mitgliedsländern zu weit."
Zumindest ist für Patienten nach Erhalt einer Vorabgenehmigung die
Erstattung der Behandlungskosten für grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung
garantiert - und zwar bis zu der Höhe, die die gleiche Behandlung
im eigenen Land kosten würde.
Darüber hinaus profitieren die Patienten zukünftig von der Einrichtung
nationaler Kontaktstellen, die sie umfassend über ihre Rechte informieren
sowie über Antragsverfahren und Kostenerstattung aufklären sollen.
"Auch für Patienten mit seltenen Krankheiten bringt die neue
Richtlinie Erleichterungen", zeigte sich Dagmar ROTH-BEHRENDT zufrieden.
Die Einrichtung von europäischen Referenzzentren soll den fachlichen
Austausch zwischen den Mitgliedstaaten fördern und die Diagnostik
für seltene Krankheiten verbessern.
"Am Ende wird die Richtlinie auch zu mehr Transparenz und besserer
Vergleichbarkeit der Gesundheitsversorgung in den Mitgliedstaaten der
EU führen", erklärte Dagmar ROTH-BEHRENDT. "Vielleicht
führt das dann ja endlich einmal dazu, dass die Länder, die
nicht in ihre Gesundheitssysteme investiert haben, das schleunigst nachholen",
so die Gesundheitsexpertin.
"Die neue Richtlinie ist ein riesiger Fortschritt für die Patientinnen
und Patienten in der Europäischen Union", freute sich Dagmar
ROTH-BEHRENDT und erklärte weiter: "Von einigen Mitgliedsländern
hätte ich mir allerdings mehr Engagement bei der Gesundheitsversorgung
ihrer Einwohner gewünscht. Es kommt jetzt darauf an, dass die neuen
Regeln schnellstmöglich in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden",
forderte Dagmar ROTH-BEHRENDT abschließend.
Für weitere Informationen: Büro Dagmar ROTH-BEHRENDT + 33 3881
77453 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +33 3 881 73625
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